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reinere Freude kann man ſelbſt jenſeits nicht fühlen!
Ihres Beſitzes gewiß, eilte ich zu unſerem Vater, wollte' ſeine Einwilligung, ſeinen Segen erflehen; und fand ihn mißmuthig, zum Zorne gereizt. Er war eben auf der Jagd geweſen, zwei ſeiner Jäger hatten einen ver⸗ wundeten Bären bis in Ramſteins Gebiete verfolgt. Dieſer jagte ebenfalls an ſeiner Gränze, ließ die Jä⸗ ger verhaften, und nahm das Wild zur Beüte. Ich wandte meine ganze Beredtſamkeit an, um unſern Vater zu befänftigen. Er gelobte Verzeihung und Vergeſſenheit, wenn Ramſtein die Jäger entlaſſe, die Beute zurückgäbe. Ohne meiner Bitte gedacht zu ha⸗ ben, eilte ich zu Klarens Vater, ſtellte ihm ſein Un⸗ recht vor, bat, flehte vergebens. Er glaubte der Be⸗ leidigte zu ſeyn, er verlangte Genugthuung, und ſchwur wigen Haß mir und meinem ganzen wenn ſie ihm nicht würde. Ich brauche dir die Folgen nicht zu erzählen, du wirſt dich doch der langen Fehde erin⸗ nern, die durch dieſe Kleinigkeit zwiſchen Ramſtein und meinem Vater entſtand; beider Herzen entfernten ſich täglich mehr von der Verſöhnung, und fanden im wechſelſeitigen Betragen ſtets Stoff zu neuem Zorne. Ich durfte meiner innigen Liebe bei keinem von beiden gedenken, und als der alte Ramſtein erfuhr, daß ich, der Sohn ſeines Beleidigers, ſeine Tochter insgeheim zu ſprechen ſuchte, als er von ihr ſelbſt hörte, daß ich ihr und ſie mir Liebe gelobt habe, ſo ſandte der Un⸗ verſöhnliche die Aermſte nach einem entfernten Kloſter, deſſen Namen Und Lage ich nie erfahren konnte⸗ Adelheid. Dies alſo dazumal die Urſache dei⸗ nes öftern Ausbleibens, deines Spähens in der nahen und fernen Gegend umher? Friedrich. Ja wohl! Ja wohl! Immer hoſſte ich ſie zu finden, und nie fand ich ſie. Schrecklich war vazinal mein Zuſtand, jammervoll das Leiden meines


