Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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zwungen, als Friedau mit ſeiner Horde gegen dei Thurm zuſtürmte. Ermordet ſie ſammt ihrer Biut brüllte er den langen Gang herab. Sie ſollen ſie nur todt aus unſern Händen erhalten und ſich ihres Sie⸗ ges nicht erfreuen! Ich vertheidigte nun die Thüre ih⸗ res Gefängniſſes. Ihrer waren dreimal mehr, und wir ſiegten doch. Seht dieſe und dieſe Wunde! Ich erhielt ſie durch Friedaus Schwert, und gab ihm end⸗ lich den Tod dafür. Wie ich als Sieger däs Gefäng niß öffnete, lag Hagbergs Gattin ohnmächtig am naſ⸗ ſen Boden, und ihre Kinder ſtanden weinend an ih⸗ rer Seite. Ich kniete neben ihr, und ſchwur zu Gott, daß ich ſtets ihr Beſchützer, der armen Waiſen Vater ſeyn wolle. Ich that noch mehr! Ich gelobte in die⸗ ſem feierlichen Augenblicke, der troſtloſen Wittwe meine Hand und mein Herz zu ſchenken, wenn ja das ihrige wieder Liebe fühlen könne, fühlen wolle.

Der alte Graf(ihn umarmend). Sohn! mir im⸗ mer theuer, nun aber unſchätzbar: du haſt den Preis errungen! Dir wird ihn wohl niemand ſtreitig ma⸗ chen! Ich fochte kühn, dein Bruder tapfer, du aber tapfer und edel! Wir weichen dir willig.

Die Richter. Und wir erkennen deine That des Preiſes würdig! Du haſt Adelheiden eine freie Wahl erkämpft. Sie mag nun die übrigen Edeln ſelbſt rich⸗ ten. Heil im voraus dem dreimal Glücklichen, dem ſie ihre Hand reichen wird!

Adelheid ward nun gerufen und ihr kund gemacht daß ſie freie Wahl unter den gegenwärtigen Rittern habe ſelbſt beſtimmen könne: wer am tapferſten Ze fochten ihrer Hand, ihres Herzens am würdigſten ſey Wi niedergeſchlagenen Augen, aus denen aber doch Feheitne Frende hervorzublicken ſchien, trat ſie nun zum Sitze, den man ihr reichte. Aller Augen waren auf ſie gerichtet, in jedem einzelnen derſelben konn