Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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Vertheidiger, hätte nicht ich an euer Seite gekämpft! Fünfe, die gleich grimmigen Löwen auf meinen Vater eindrangen, ſchon mit der Spitze ihres Schwertes die Glieder ſeines Harniſches trennten, durchbohrte ich, indem er gegen andre ſich vertheidigte. Mein Schild deckte ihn, als er Rache an Rothbergen nahm, und mehr als zehn Schwerthiebe hielt ich in dieſer kurzen Zeit von ihm ab! Die Hand, welche das Schild über ihm emporhielt, ſank nicht eher, als bis ihn der an⸗ dre glücklich aus dem Getümmel herausgeführt hatte und er unverletzt in der Mitte der Seinigen ſtand! Auch ich will dieſes Schild auf Hagbergs Grabe opfern, und ihm zurufen: Ich war der Retter deines Rächers!

Die Richter 6zum alten Grafen). Edler Herr! Ihr müßt mit vollem Rechte eurem Sohne weichen! Ohne ihn wäre eure raſche That nicht vollendet worden! Wir würden jetzt troſtlos bei eurer Leiche ſtehen und euren Mördern neue Rache ſchwören müſſen! Euer Sohn hat deutlich bewieſen, daß er einſt ein guter Anführer ſeyn wird! Ihr habt kühn, Er hat tapfer gefochten; ihr müßt ihm weichen!

Der alte Graf. Ich thu's mit Freuden, und gebe ihm überdies das Zeugniß, daß er ſtrenge Wahr⸗ heit ſprach Gzu ſeinem ältern Sohne). Nun, Friedrich, willſt du dich noch mit ihm meſſen?

Friedpich. Ich wills, denn ihr verſpracht ja nicht allein der tapfern, ſondern auch der edlen Thaten Lohn. Auch ich folgte kühn, da ich euch in Gefahr ſah: wie euch aber mein Bruder glücklich zurückführte, da eilte ich, von einigen Getreuen begleitet, nach dem Thurme, in welchem ich meines Freundes Gattin und Kinder zu finden hoffte. Ihn zu rächen, aber vorzüglich die noch lebenden ihm ſo Theuern zu befreien, war ja die Abſicht unſers ganzen Zuges. Eben hatte ich den Schlüſſel zu ihrem Gefängniſſe dem Wächter abge⸗