Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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Sohn umarmen. Nur eins ſey mir gewährt! Auch ich und meine Sohne fochten tapfer. Auch uns gebührt Antheil am Preiſe, den ich ſelbſt ausſetzte. Erlaubt uns alſo, daß wir in eure Mitte treten und gleich⸗ falls um ihn kämpfen dürfen. Wird er uns zugeſpro⸗ chen, ſo bleibt Adelheid frei, und kann Dumpfes Gemurmel unterbrach hier des Grafen Rede, und machte merklich der Ritter Mißvergnügen über dieſe ſeltne Bedingniß kund. Viele äußerten dies ſelbſt durch Worte, und gaben deutlich zu verſtehen, daß dies eine unerlaubte Liſt ſey, durch welche der Graf ſie ſämmtlich um den gehofften Preis betrügen wolle. Der Graf. Nicht ſo, edle Ritter und Freundeé, nicht ſo! Laßt mich ausreden, und urtheilt dann erſt! Ich will durch dieſe Bedingniß euch nicht um den Preis betrügen, will nur ein früheres und veérgeßnes Gelübde mit dem jetzigen zu vereinigen ſuchen. Als mir einſt Adelheid deutliche Proben ihres dlen und guten Herzens, ihres unbedingten kindlichen Gehor⸗ ſams gab, da gelobte ich ihr, daß ſie ſelbſt, wäre ſie mannbar, ſich unter den Söhnen meiner Freunde einen Gatten wählen dürfe. Aus Begierde nach Rache und Sieg vergaß ich dieſes Verſprechen, an welches mich mein Gewiſſen erſt auf dem Kampſplatz erinnerte. Um meinem Kinde nun die verſprochne freie Wahl zu er⸗ werben, kämpfte ich ſo tapfer als möglich, war im⸗

mer im Gefechte voran, und eiferte meine Söhne zur⸗

thätigen Nachfolge an. Hört mich nun, wird der Preis einem aus uns zuerkannt, ſo iſt er für euch

deßwegen nicht verloren, dann tritt nur Adelheid ſelbſt

an der Richter Stelle, und wählt denjenigen aus euch, deſſen That ihr am beſten behagt, und den ſie ihrer Lebe am würdigſten achtet. Seyd ihr dies zufrieden?

Wir ſinds! ſchrie nun der ganze Haufe, wir ſinds! Wöhlet die Richter, welche über euch urtheilen! Ge⸗