Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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edle Freunde und Krieger! Dieſe Hand(ſeiner Tochter Hand hoch emporhebend ſey, nebſt der reichſten Morgen⸗ gabe, der Lohn desjenigen Ritters, der auf dieſem Zuge am tapferſten ficht und die edelſte That beginnt.

Allgemeiner Jubel erhob ſich. Aller Schilder tön⸗ ten. Der ganze Zug ſtürmte jauchzend zur Veſte hinaus. Kaum vermochte, ſchon unten im Thale, des Grafen rufende Stimme die Menge zum Stillſtand. Er ſon⸗ derte hier die beweibten und ältern Krieger von den jüngern ab und ſandte ſie zur Bewachung der Veſte zurück. Euch, ſagte er, kann der verſprochene Lohn doch nicht werden, drum wacht, daß er denen, die ihn verdienen wollen, vor jedem Ueberfall geſichert werde. Die Krieger entfernten ſich ungerne, ſie wollten alle Antheil nehmen an dieſem gerechten Kampfe, und könn⸗ ten ſie auch nicht den Lohn erwerben, ihn ihren Freun⸗ den und Söhnen wenigſtens verdienen helfen. Da ſie aber ſelbſt die Nothwendigkeit einſahen, daß die Veſte zu ſolch fährlicher Zeit nicht unbewacht gelaſſen wer⸗ den könne, ſo gehorchten ſie endlich des Grafen Ge⸗ bot, und exmahnten die Fortziehenden zur Tapferkeit, zur Ausdauer im härteſten Kampfe.

Um Mitternacht langte der Graf mit ſeinem Heere zu Rothberg an. Wilder Geſang und Jubel der Trunk⸗ nen tönte von der hohen Veſte herab ins Thal. Die Krieger näherten ſich ſtill, und ſahen bald, daß die verſchiedenen Zugbrücken, welche den Eingang zur Höhe verſchlyſſen, herabgelaſſen waren. In größter Stille beſetzten ſie ſolche, und drangen unbemerkt bis in den Vorhof. Hier wurden ſie von einzelnen Knechten und

Wächiern entdeckt. Der Kampf begann, und ungeachtet

die Reiſigen des Grafen darauf vorbereitet waren, ungeachtet viele der Mörder, ehe ſie ſich ſammeln konnten, ſchon unter der Schärfe ihres Schwertes fie⸗ ken ſo war doch das Geſecht eines der blutigſten und

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