Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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alnd Lehnsvaſallen zu ſich und trat mit ihnen in den Trinkſaal. Si Leiche lag auf einem Gerüſte, Lichter erleuchteten es. Erſt ſolltihr dieſen hier be⸗ graben, und dann ſeinen unſchuldigen Tod rächen, ſprach Graf und ging an der Spitze des Zugs voran. Die Schwerter der Krieger flirrten fürchter⸗ lich den langen Gang nach der Kapelle hinab, in welcher die Leiche verſenkt ward. Stillſchweigend ſan⸗ den die Krieger am offnen Grabe, in mancher Auge glänzten Thränen. Ruhe ſanft, ſprach der Graf, deint Rächer ſtehen um dich verſammelt, und der Beſchüßer deines Weibs, deiner Kinder will ich werden! Ich ſchwöre dirs an deinem offnen Grabe und im Tem⸗ pel des Höchſten, der mein Herz prüfen kann. Ihr ſeyw Zeugen für mich bei ihm, daß ich nie Fehde ſuchte, immer Friede zu nähren und zu erhalten trachtete. Noch jetzt würde ich die Rache dem Kaiſer, dem's ziemt, überlaſſen, und die weinende Wittwe zu ſeinem Thron führen, wenn wir einen Herrſcher Deutſchlands hätten, wenn ſein Thron nicht ſelbſt verwaist wäre⸗ Solche Thaten fordern Rache, und da man meinen Freund ſo erbärmlich mordete, ſo iſts Pflicht, den Mördern zu beweiſen, daß F mich und euch nicht un⸗ geſtraft beleidigen dürfen! Geht voran! Im Voyrhofe ſehen wir uns wieder!

Als dort die muthigen Pferde wieherten, Waffen geklirre den ganzen Hof erfüllte und Fackelnglanz ihn hell exleuchtete, trat der Graf wieder in ſeiner Krieger Mitte. Er führte ſeine einzige Tochter; die ſchöne Adelheid, an der Hand. Sie hete eben das ſieben zehute Jahr erreicht. Viele Grafen und Riter hatien insgeheiin ihren Reizen gehuldigt, keine ihrer Jugend wel chzm Weibe begeht 6 raf. Tapferkeit verdient Lohn, und per⸗ ſrochener Lohn ſpornt zu Tapferkeit at

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