Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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wir hören, Hagbergs Buſenfreund geweſen ſeyn! da

bringt ihm dies zum Andenken mit! Und nun

ſchleppte er Hagbergs todten Körper in der Knechte

Mitte. Nehmt ihn hin, ſprach Ludmann, eure Buben

ſollen ihn begraben, ſchöne Blumen auf ſein Grab

pflanzen, und wie alte Weiber dabei weinen. Vater. Willſt du dies thun?

Sohn. Blickt mir ins Auge, Vater! Seht, es blitzt Rache heraus! Weinen will ich dann erſt, wenn

dieſe Schmach gerächt iſt!

Vater⸗ Und doch ſammeln ſich eben Thränen in deinen Augenwinkeln!

Sohn(ſie abwiſchend). Sie ſchaden der Rache nichts! Ich dachte nur an das verlaßne Weib, an die un⸗ mündigen Kinder, und da brach mein Herz.

Vater cihn umarmend). Heil mir! meines Sohnes Herz denkt gut und edel! Weine nicht! Ich will der Verlaßnen Schützer, der Waiſen Vater werden! Geh, laß die Knechte aufſitzen, indeß rüſte ich mich, und wir jagen nach Rothberg zur Rache!

Sohn. Nicht ſo, Vater! Ihr müßt alle Reiſige ſmmeln! Der Böſen Bund iſt mächtig! Würden ſie euch ſonſt Hohn zu ſprechen wagen? Ihrer ſind viele! Die Knechte erkannten die Fridauer, Dornegger, Mönchſteiner und Riemberger! Sie ſchätzen ihre Jahl auf fünfhundert.

Vater. So laß die Sturmglocke anziehen! Sie ſoll durchs ganze Thal erſchallen! Heute noch beginnt

der Zug nich Rothberg! Wird ihr Anführer gezüchti⸗ Zet ſo zerſtiebt die ganze Rotte.

Der junge Graf eilte nun fort; die Sturmglo

ertönte, die Trompeten ſchmetterten, und als der Tag

Ende ſich neigte, war Frohburgs Heer ſchon um

Fie Burß erſammelt. Der alte Graf rief die Eveln

Sohn eures Herrn, fuhr der Lotterbube fort, ſoll, wie