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bas Haus, in welchem ſie herbergten, ſie ſpra. chen ſogleich mit L— in engliſcher Sprache,„ die dieſer zwar nicht fertig, aber doch gebrochen re⸗ dete. Sein alter Diener ſah, wie ſein Herr den Fragenden einige Papiere zeigte, und enblich von ihnen fortgefuͤhrt ward. Furcht und Angſt ver⸗ hinderten ihn, ſeinem Herrn nachzufolgen, er eilte
nach dem Pferdſtalle, und harrte dort bebend und
zitternd ſeiner Ruͤkkunft. Aber dieſe erfolgte nicht, und der treue Diener durchweinte die Nacht ſchlaf⸗ los. Vergebens muͤhte er ſich am Morgen, Nach⸗ richten von ſeinem Herrn einzuziehen, alle die er fragte, antworteten in engliſcher Sprache, erſt gegen Mittag traf er einen alten Knecht, der im Gaſthofe diente, und weil er ein Schwabe war, vollkommen Deutſch ſprach. Wie er dieſem ſeine Noth klagte, und nach dem Aufenthalte ſeines Herrn forſchte, fuͤhrte ihn dieſer, ohne ein Wort zu ſprechen, nach einer kleinen Anhoͤhe, die un⸗ fern von dem Orte lag, wo man ſeinen Herrn gefangen genommen hatte. Der Aermſte zagte, als er an einem einzelnen Baume einen Gehan⸗ genen erblikte, und zitterte und bebte, wie ihn der Knecht trocken fragte: Ob er in dieſem ſeinen Herrn erkenne? Sein Auge ſtarrte nach dem Tod⸗ ten, und uͤberzeugte ihn enblich vollkommen, daß ſein armer Herr hier wuͤrklich unter Henkers Hand vollendet habe. Sie nahmen ihn fuͤr einen eng⸗ liſchen Spion, und hingen ihn, als ſie am Mor⸗ gen weiter zogen, an dieſen Baum. So ſprach
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