Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1797)
Entstehung
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Pfennig verliehren koͤnne, er bewieß zeugung vor Gerichte, und bewog nicht als einen muthwilligen, ſonde einen ungluͤllichen Bankrotirer zu behan goͤnnte ihm wuͤrklich fernere Freiheit, u ließ mit Thraͤnen ſein groſſes Haus in de um ſich in dem kleinen Hintergebaͤude Gartens vor dem gaffenden Blikke des bels, vor dem Hohngelaͤchter manches ſck frohen Mitbuͤrgers zu verbergen. Sein erſt tes Weib folgte ihm willig, aber ſie vermo den Verluſt ihres Vermogens nicht ſo ſtandhaft zu ertragen, und vollendete nach zwei Monaten in ſeinen Armen. Tiefer Schmerz nagte nun an ſeinem Herzen und ward bald durch die bittern Vorwuͤrfe ſeines Sohnes vermehrt, der in Spa⸗ nien durch die Briefe ſeiner Freunde das groſſe, ganz unerwartete ungluk erfahren hatte, und ſich nun berechtigt glaubte, den leichtſinnigen und ver⸗ ſchwenderiſchen Vater als den Urheber deſſelben anzuklagen.

L beantwortete keinen der Briefe des un⸗ dankbaren Sohnes, aber ieder derſelben mehrte ſeinen Tiefſinn und ſichtbaren Hang zur Melan⸗ cholie. Er ging nie aus, beſchaͤftigte ſich mit nichts, gab hoͤchſt ungerne Auskuͤnfte, wenn das Gericht ſolche fordern mußte, und ſprach oft Tage lang mit ſeinem alten Diener kein Wort. Seine ungeſtuͤmmen Glaͤubiger drangen indes auf den Verkauf ſeines Hauſes/ S und anſehnlichen

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