Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1797)
Entstehung
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zahlen zu köͤnnen. Dieſer Schritt erregte, da er ſo unvorbereitet, ſo ſchnell geſchah, ganz natuͤrlich die groͤßte Aufmerkſamkeit, und dieſe ging nur allzubald in Argwohn uͤber, weil ieber der ihm Vorſchuß gewaͤhrt hatte, dieſen zu dekken, oder ſich deſſen auf andere Art zu entledigen ſuchte. Häͤtten ſeine Schuldner eben ſo puͤnktlich gehan⸗ delt, eben ſo willig gezahlt, wie er zahlen wollte und mußte, ſo wuͤrde? mit Ehren geendet, ſeinen Verluſt wohl gefuͤhlt, iedoch mit ihm nicht ſtaͤrteres und groͤſſeres Ungluͤck beweint haben. Aber dieſe zahlten alle aͤuſſerſt ſaumſelig, und viele derſelben zahlten gar nicht, weil er ihnen keinen fernern Kredit gewaͤhren konnte, und ſie ſich mit den in Haͤnden habenden, noch nicht ver⸗ kauften Waaren oft ſehr villig entſchuldigten. Eben ſo wenig und richtig ging der eine ſehr groſſe Summe betragende Vorſchuß ein, welchen von ieher den Webern und uͤbrigen Kuͤnſtlern ge⸗ leiſtet hatte. Auf dieſer Seite war noch weit groſſeres Recht, weil ſie auf ſein Wort bauend, ſich Vorrath aller Gattung gekauft hatten, dieſen mun nicht verarbeiten konnten, und ihren Glaͤu⸗ biger daher ganz natuͤrlich bis zu dieſem Zeitpunkt vertroſten mußten.

Schon als die erſten Wechſel zur Zahlung erſchienen, konnte der reiche L nicht puͤnktlich zahlen, und mußte all ſein Vermogen ſeinen Glaͤu⸗ bigern gerichtlich zediren. Er that dies mit der ſichern Ueberzeugung, daß keiner derſelben einen