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195 er wuͤrklich mit unvorſichtigen Ausdrucken geſchrie⸗ ben hatte, heraus geben, und wie dieſe endlich unter dem heiligſten Verſprechen der Verſchwie⸗ genheit ſein Zimmer verlieſſen, ſo uͤberzeugte er ſich, ohne eines Federzugs dabei zu beduͤrfen, daß er nun um achtzigtauſend Gulden ärmer ſei, und dieſe noch uͤberdies binnen drei und ſechs Monaten bezahlen muͤſſe. Sorge und Angſt erhielten ihn die ganze Nacht wach, aber er rang vergebens nach
Nitteln, wie er ſeinen Kredit, und ſeine Hand⸗ lung noch ferner behaupten koͤnne. Da er mit einmal, und noch obendrein unvorbereitet der leztern die groͤſſere Haͤlfte ſeines Vermoͤgens ent⸗ ziehen mußte, ſo erblikte er nirgends eine Moͤg⸗ lichkeit, ihren Fall zu verhindern; dieſer Gedanke, der ſich immer feſter einpraͤgte, brachte ihn bei⸗ nahe zur Verzweiflung, und doch war kalte Ueber⸗ legung izt ſo raͤthlich und noͤthig. Nach langem Kampfe vertraute er endlich ſein Ungluͤk ſeinem treuen und redlichen Buchhalter, dieſer uͤberlegte und rathſchlagte nun mit ihm, aber beider Muͤhe war fruchtlos, weil die Erhaltung des Kredits und der Handlung ſich nun nicht mehr vereinbaren ließ, wenigſtens eines dem andern weichen mußte. Um als redlicher Mann, wo nicht als prompter,
doch wenigſtens richtiger Zahler handeln zu koͤnnen,
beſchloß envlich L— die ganze Handlung aufzu⸗
geben, unter dieſem Vorwande alle Beſtellung
mit einmal abzuſchreiben, und alle eingehenden
Summen zu ſammeln, um damit am Ende richtig N 2


