Die Juͤb in. Es thut mir leid, daß ich ihre Vermuthung beſtaͤtigen muß, denn das Zoll⸗ amt hat bereits auf alles liegende und fahrende Vermogen meines Gatten den ſtrengſten Verbot gelegt, ich bin keines Hellers mehr maͤchtig, und wo nichts iſt, da hat ſelbſt der Koͤnig ſein Recht verlohren.
Hr. v. L—. Schreklich! Schreklich! O daß ich mich auch mit ſolch einem Unternehmen befaßte! O daß ich——
Die Juͤdin. Ich ksnnte mit weit mehrern Rechte ſo klagen. Mein Mann arbeitete füͤr frem⸗ den Gewinn, und ſoll ſich nun auch für Fremde aufopfern. Dies iſt noch weit ſchreklicher. Gnaͤ⸗ diger Herr, wollen ſie ihn nicht retten, wollen ſie nicht die Strafe zahlen, damit er dem Gefaͤng⸗ niſſe entgeht, und ferner Weib und Kinder er⸗ naͤhren kann?
Hr. v. L— Gott im Himmel, wie waͤre dies moglich? Die Bezahluns ſolch einer Summe wuͤrde— müͤßte mich ſtuͤrzen.
Die Jübin. It dies ihr ernſlicher, fe⸗ ſter Wille?
Hr. b. 2— Er iſts, bei Gott, er iſts. Die Juͤdin. Gandhaft) So leben ſie wohl. Hr. v. L—. Wo will ſie hin?
Die


