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ſchend, fuͤrchtend und zagend erwartete man nun
weitere Nachrichten, ſie kamen bald, und mit ihnen die traurige Beſtätigung, deß der ungluͤk⸗ liche Sohn wuͤrklich alles geſtanden, und man, durch ihn belehrt, nicht allein alle bereits ein⸗
geführte Waaren konfiszirt, ondern auch den 5
Juden ſelbſt als einen Uebertreter der Geſetze ins
Gefaͤngniß geſezt habe. Die Frau deſſelben brachte
dieſe Nachricht ſelbſt, ſie war hochſchwanger,
und ſturzte weinend und ſchluchzend zu L— 8
Fuͤſſen nieder. Wenn ſie nicht helfen, ſprach ſie, wenn ſie uns nicht retten, ſo muß mein Mann
im Zuchthauſe verſchmachten, und ich ſamt ſeinen
Kindern betteln gehen. Das werden⸗ das koͤn⸗
nen ſie nicht zulaſſen!
Hr. v. L— Theure Frau, gern wollte ichs hindern, aber wie vermag ichs?
Die Juͤdin. Sie vermoͤgen es. Ihnen ſind unſre ſcharfen Zollgeſezze bekannt, ſie wiſſen, daß man nebſt dem Verluſt der eingefuͤhrten, ver⸗ botnen Waare auch noch den Werth derſelben be⸗ zahlen, oder fuͤr ieden Gulden der geſchaͤzten Summe einen Tag im Zuchthauſe arbeiten muß.
Hr. v. L—. Das weiß ich alles, aber ich kann und werde dieſe Summe nicht zahlen, da ich ohnehin vorausſehe, daß ich dieienige, welche ich zur Bezahlung der Waaren leiſete, ungeachtet aller Kauzion und gegebnen Sicherheit, werde verlieren muͤſſen.


