Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1797)
Entstehung
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machte aufs neue gewoͤhnliche und ſtarke Beſtel⸗ lungen, weil er uͤberzeugt war, daß er bimen Monatsfriſt mit dem Gewinne ſeine Schulden be⸗ zahlen, und nun wieder ſorgenfrei leben könne. Am folgenden Poſttage erſchien keine Nachricht, doch beunruhigte ihn dies nicht ſonderlich, weil er bei ſo vielen Geſchaͤften irgend ein gewoͤhn⸗ liches Hindernis vermuthete, aber ſtaunend, ſprachlos und wuͤrklich iammernd ſas er am an⸗ dern Tage an ſeinem Schreibtiſche, als Abraham mit Thränen zu ihm eintrat, und ihm die Schrek⸗ kenspoſt verkuͤndigte, daß die Graͤnzwächter, zwei Wagen, auf welchen die lezten Waaren ge⸗ laden waren, nicht allein angehalten, ſondern auch den Sohn ſeines Schwagers, welcher ſolche begleitete, gefangen genommen haͤtten. Der Bube; ſprach Abraham, iſt unerfahren und äuſ⸗ ſerſt furchtſam, ich befürchte daher mit vollem Rechte das Aergſte, ahnde nicht nur den Verluſ der angehaltenen, ſondern auch den Verrath der ſchon eingefuͤhrten Waaren, und dann bin ich ſamt meinem Schwager verlohren, dann muͤſſen wir, da wir die Strafe nicht zahlen koͤnnen, ewig im Zuchthauſe ſchmachten.

So ſehr dieſe Nachricht auch den armen 2 aller Faſſung beraubt hatte, ſo muſte er doch am Ende ſelbſt noch Troſter werden, weil der Jude anhaltend und ſo klaͤglich weinte, daß ſein Geſchrei leicht einige Voruͤbergehende haͤtte ins Zimmer lokken koͤnnen. Hoffend und wuͤn⸗