174 de doch bewilligen, weil er uͤberzeugt zu ſein glaub⸗ te, daß ieder ſeiner kriſtlichen Freunde, an wel⸗ chen er ſich in dieſem Anliegen wenden koͤnne, noch weit mehr Zweifel erregen, und noch uͤber⸗ dies ſeinem Kredit durch Schwazhaftigkeit unheil⸗ bar verlezzen werde.
Als er ſeine Kaſſen mit der erborgten Sum⸗ me wieder gefuͤllt hatte, ging ſeine Handlung den gewohnlichen, ruhigen Schritt fort, aber die Ru⸗ he ſeines Lebens war vernichtet; tauſend Sor⸗ gen und Zweiſel quaͤlten ihn unaufhoͤrlich, immer fuͤrchtete er, daß die Juden aus eigennuͤzziger Abſicht, vielleicht gar aus Schadenfreude, die ver⸗ pfaͤndete Obligazion dem Miniſter oder den An⸗ verwanden des Geſanden zeigen, und ihm die beſondere Freundſchaft beſſelben? raubenwuͤrden. Er furchtete dies bald mit groͤſſerm Rechte, weik er oft den Wucher und die beſondere Begierde der Ju⸗ den, ieden Handlungsartikel zu einem Webatn ihrer Nazion zu machen, bei dem Miniſter al hoͤchſt gefäͤhrlich geſchildert, und dieſen e hatte, eben izt einige Verordnungen zu erlaſſen, die dem Wucher und dieſer Begierde feſte Schran⸗ ken ſezten. Aeuſſerſt traurig ward er bald nach⸗ her, als ſeine Freunde ihn als den Urheber die⸗ ſer fuͤr ſie ſo nuzlichen Verordnungen öffentlich nannten, und ihm mit vollem Rechte muthmaſſen lieſſen, daß ſeine Glaͤubiger dieſe Reden bald er⸗ fahren, und ſich eben ſo gewiß an ihm raͤchen wuͤrden⸗


