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Eben ſas er nachdenkend und einſam in ſei⸗ nem Zimmer, berechnele die Zeit, in welcher er ſeine Schuld tilgen, die Obligazion wieder einloͤ⸗ ſen, und ſich ſeiner ſchweren Sorge entledigen könne, als ſein Hausiude zu ihm eintrat“). Vor⸗ her war dieſer Mann in L— 8 Hauſe nur we⸗ nig geachtet, ſo ſehr er auch flehte, ſo ward doch nur ſelten etwas von ihm gekauft, izt da L— von jüdiſchen Maͤklern ſo viel Geld borgte, und ſeine Huͤlfe dazu brauchte, ward er vertrauter und wichtiger, und ſuchte dieſen Zufall zu ſeinem Vor⸗ theile zu benuzzen. Gnaͤdiger Herr L—, ſprach er, als L— immer fort rechnete, waͤre ich ſo reich wie ſie, ich wurde nicht immer ſelbſt arbei⸗ ten, ſondern lieber andre fuͤr mich arbeiten laſſen.
Hr. v. L— Lieber Abraham, des Herrn Auge macht die Kuh fett! Ein Sprichwort das
*) So nennt man, oder vielmehr ſo nennen ſich dieienigen Inden, welche ſich unter tauſend ſchein⸗ baren Gründen in irgend ein Haus eindraͤngen, alles, was die Innwohner des Hauſes beduͤrfen, anfangs äuſſerſt wohlfeil, nach und nach aber immer theurer liefern, ſehr gerne borgen, um groſſen Gewinn ziehen zu koͤnnen, und indem ſie ſo willig ieden Wunſch des Luxus befriedigen, oft die einzige Urſache des Ruins und Verderbens einer wohlhabenden Famjlie werden.


