Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1797)
Entstehung
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7 dann die Bezahlung in iaͤhrlichen Terminen von zehntauſend Gulden annehmen wuͤrde. Er mußte daher auch dieſe harte Bedingung eingehen, weil er ſeinem Sohn nicht ſchaden wollte.

Ahnend und fuͤrchtend, daß ſeine aͤuſſerſt ſo⸗ lide Handlung, durch die ihr ſo ſchnell und unpor⸗ bereitet entwendete Summe leiden, hie und da wohl gar ſtokken wuͤrde, arbeitete er nun raſtlos an einem Plane, der ſeine Geſchaͤfte vermindern, und daher iede Unordnung vereiteln ſollte, aber bald uͤberzeugte er ſich, daß ſolch ein Plan aͤuſ⸗ ſerſt ſchwer, und wenigſtens einige Zeit hindurch unmoͤglich ſei. Seine Handlung glich vollkommen einem guten Uhrwerke, in welchem ein Rad in das andere greift, und aus dem man keins der⸗ ſelben herausnehmen kann, ohne das Ganze zu vernichten. Da er nur mit den anſehnlichſten Kaufleuten iedes Landes handelte, ſo war er auch des ſichern Empfangs ieder faͤlligen Zahlung ge⸗ wiß/ aber dieſe hatte auch wieder ihre Beſtimmung, um die verfertigten Waaren, welche um eben die⸗ ſe Zeit eingingen, ſogleich baar bezahlen zu koͤn⸗ nen. Verminderung derſelben war daher nicht moͤglich, weil ſchon vorhergegangne ſchriftliche Beſtellung die Abnahme der Waaren als eine un⸗ ausbleibliche Folge nach ſich zog, die im Ver⸗ weigerungsfalle ſchnellen Miskredit und noch groͤſ⸗ ſeres Aufſehen erregt haͤtte. L mußkte ſich da⸗ her zu einem neuen Anlehn entſchlieſſen, und nahm abermals ſeine Zuflucht zu juͤdiſchen Maͤklern,