17% und nachdenkend ſtehen, weil er ſo ganz wider Abſicht und Klugheit gehandelt, ſich in die groͤßte Verlegenheit geſezt hatte. Aber nun war Nach⸗ denken und Reue zu ſpaͤt, ſein Verſprechen feſſelte ihn, und er eilte, es ſo bald als moͤglich zu er⸗ fullen. Wie er noch am nemlichen Tage alle ſeine Kaſſen unterſucht, und uͤberrechnet hatte, was er in dieſen wenigſtens auf eine kurze Zeit entbehren ksnne, fand er, daß ihm noch an der erforder⸗ lichen Summe funfzehntauſend Gulden mangelten. Er haͤtte dieſe ſehr leicht mit Wechſeln nach Spa⸗ nien, wo er um dieſe Zeit mit einer weit groͤſſern Summe in Vorſchuß ſtand, erſezzen koͤnnen; aber ſein Stolz verwarf dieſes Mittel, weil er die Summe im baaren Golde zu bezahlen verſprochen hatte; eben dieſer Stolz verleitete ihn am Ende, ſie nicht bei irgend einem ſeiner Mitbuͤrger, ſon⸗ dern bei zwei juͤdiſchen Maͤklern zu borgen, wel⸗ che ſehr hohe Intereſſen heiſchten, ſie auch ohne Anſtand erhielten, weil er feſt uͤberzeugt zu ſein glaubte, daß ſie reinen Mund halten, und ſeine Verlegenheit niemanben entdekken wuͤrden. L— war munter und zufrieden, als er am andern Tage ſchon die ganze Summe den Geſanden aus⸗ zahlen konnte. Er empfing eine ſichere, und mit der beſten Hipothek verſehne Obligazion dagegen, aber ſein Sohn hatte dem Geſanden ſchon Tags vorher verſprochen, daß ſein Vater ihm dieſe Summe willig auf zehn volle Jahre leihen, und
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