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uͤberlaſſen, ihr hofnungsvoller Herr Sohn hat bisher mit groͤßtem Vergnugen, und beſonderem Eifer, bei mir im Fache der Diplomatik gearbeitet, er wuͤnſchte ſehnlich, dieſe Stelle zu erhalten, und der Herr Graf hat ſie ihm dieſen Morgen in meiner Gegenwart ſchon zugeſagt. Sein künf⸗ tiges Gluͤk iſt dadurch beſeſtigt, er kann und wird ſich in bieſem Poſten anſehnliche Verdienſte ſammlen, und erhaͤlt bei ſeiner Ruͤkkehr ſicher eine Hofrathsſtelle zum Lohne.
Ein Glůk fuͤr den armen L—, baß dieſe Anrede etwas lange dauerte, er hatte hinlaͤngliche Zeit, ſich zu ſammlen, und am Ende ſeine groſſe Verlegenheit zu verbergen, die nur allzudeutlich bewieſen haͤtte, daß er am Abende vorher, troz des Ehrenwortes des Miniſters, ein ſtolzer Lug⸗ ner war. Izt hatte er ſich uͤberzeugt, daß er ſeinem guten Rufe, ſeines Sohnes Gluͤkke ſcha⸗ den, die Achtung des Miniſters, und durch dieſen
eben ſo ſicher die Gnade des Monarchen verlieh⸗
ren wuͤrde, wenn er Entſchuldigung mache, oder gar Wahrheit geſtehe. Er beſchloß daher, den Antrag, er moͤge auch aͤuſſerſt ſchaͤdlichen Einfluß auf ſeine Handlung haben, anzunehmen, und dem Geſanden das Darlehn mit freundlicher Miene zuzuſichern, nur bat er, ihm ein oder zwei Tage Gedulb zu goͤnnen, um die Summe ordnen und ſolche vorzuͤglich in beſten Geldſorten auszahlen zu koͤnnen. Der Miniſter lobte, der Geſande dankte, und L— blieb beim Abſchiede ſtaunend


