Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1797)
Entstehung
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27 Wilhelm. Ja, das werde ich.

Der Fremde. Dann ſolls izt und kuͤnftig nicht dein Schade ſein. Er zog einen Beutel herans, und zählte ihm zwoͤlf Dukaten in die Hand.) Da nimm! Giebs nicht aus, hebe dirs wohl auf, du wirſt es einſt, wenn du dich ſelbſt ernähren mußt, wohl brauchen koͤnnen. Wilhelm dankte freuden⸗ voll, und der Fremde entfernte ſich. Nie hatte Wilhelm eine ſo groſſe Summe in ſeiner Hand ge⸗ habt, er dunkte ſich izt aͤuſſerſt reich, immer zaͤhlte er im Gehen die Dukaten, bewunderte ihren hel⸗ len Glanz, wikkelte ſie endlich in ein Papier, und verwahrte ſie in ſeinem Schubſakke. Oft wollte er ſie in ſeiner Kammer hinter einen Balfen ver⸗ wahren, aber nie konnte er ſich von ſeinem Schaze trennen, immer trug er ihn bei ſich.

Nun verfloſſen zwei volle Jahre in ſtiller Ruhe, und Wilhelm war in dieſer Zeit funfzehn Jahr alt geworden, uͤbertraf an Alter und Geſchik⸗ lichkeit manchen weit aͤltern Jaͤgerpurſchen, genoß die Liebe ſeines Lehrmeiſtersund ward noch im⸗ mer mit gleichein Eifer von dem wohlthaͤtigen Forſt⸗ meiſter unterſtuzt. Er hatte dieſe lange Zeit hin⸗ durch keinen der unbekannten Maͤnner mehr im Walde erblikt, wurde ihrer ganz vergeſſen haben, wenn ihn ſein Schaz, den er noch immer unangeta⸗ ſtet bei ſich trug, nicht taͤglich an ſie erinnert haͤtte. Eben war wieder die Hälfte eines Herbſtes ver⸗ ſtrichen als er in einem benachbarten Dorfe zur