in allen den groͤßten Gehorſam zu leiſten. Wil⸗ 3 helm verſprachs, nahm von ſeinem Wohlthaͤter, 3 der ihn ferner zu kleiden verſprach, weinend Ab⸗ 3 ſchied, und ging mit ſeinem Lehrmeiſter nach ſei⸗ 3 ner Wohnung. Dieſe lag zwei Stunden weit davon entfernt, mitten in einem groſſen Forſte, welcher ſich viele Meilen weit ringsumher erſtrekte. Dieſe romantiſche Lage machte auf Wilhelmen den groͤßten Eindruk, und da ihn ſein Lehrmeiſter gleich einem eignen Kinde behandelte, ſo lebte er hoͤchſt vergnuͤgt und gluͤklich. Anfangs waren ſeine Be⸗ ſchäftigungen ſehr eingeſchraͤnkt, doch lernte er ſchnell den Gebrauch des Gewehrs, und ſchoß bald Eichhoͤrnchen und Voͤgel vom Baume herab. Wie der Herbſt nahte, begann neue Freude; der 3 Jäger hatte, eine Stunde weit vom Jaͤgerhauſe 3 entfernt, einen groſſen Vogelheerd, dieſer ward nun Wilhelms Sorgfalt anvertraut, er mußte, wenn der Tag anbrach, dahin wandern, und dort 3 bis zur Mittagszeit die voruͤberziehenden Voͤgel zu
lokken und zu fangen ſuchen. Nahe beim Heerde befand ſich ein kleines, niedliches Haͤuschen, in welchem Wilhelm die Lokvögel aufbewahrte, und durch eine kleine Hefnung den Heerd beobachtete. Wenn ſich dann Voͤgel auf dieſem ſammleten, ſo zog er mit einem nahe an der Dekke befindlichen Seile das im Heerde verſtekte Schlagnez in die 2 Hoͤhe, und ſank ganz natuͤrlich, wenn dies ſtieg, im kleinen Haͤuschen von der Bank, auf welcher 3 er lauerte, auf den Fußboden herab. Eine ganze


