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ſo iagte ihn der Schaͤfer am ſechſten Dage fort, und Wilhelm wanderte weiter. Er wanderte un⸗ gefaͤhr in drei Tagen acht Meilen weiter, und naͤhrte ſich mit Bettelbrod, welches er in den Doͤr⸗ fern ſammlete. So elend ſein Schikſal war, ſo behagte es ihm doch ſehr, weil er ſich frei fuͤhlte, keine Schlaͤge bekam, und thun konnte, was ihm beliebte. Am folgenden Tage zog er vor einem ſchoͤnen Hauſe voruͤber, welches auf einer ſanf⸗ ten Anhöhe lag, und mit einem groſſen Garten umgeben war. Zwei muntere Knaben, welche iuͤnger als er waren, ſpielben nahe am Zaune Ball, er ſah dem Spiele zu, und wie die Spie⸗ ler den Ball uͤber den Zaun warfen, ſo hob er ihn auf, und kletterte in den Garten, um ihnen ſolchen uͤberreichen zu koͤnnen. Die Knaben dank⸗ ten freundlich, luden ihn zum Spiele ein, und Wilhelm erhielt bald durch ſeine Geſchiklichkeit ihren vollen Beifall. Ein Herr ſtand am Fenſter des Hauſes, und ſah dem Spiele zu, endlich kam er hinab, und betrachtete Wilhelmen ſehr genau. Wer biſt du? fragte er endlich. Wilhelm wider⸗
holte, was er, wenn er bettelte, ſtets erzählte, daß er ein armes Solbatenkind ſei, ſeine Eltern in einem Walde an der Graͤnze verlohren habe, ſie nun immer ſuche, und nirgends finden konne.
Der Herr ging fort, und erſchien bald wieder mit
einer ſchoͤnen Frau um Arme. Wilhelm mußte ſeine Geſchichte wiederholen, die ſchone Frau wein⸗ te, und der Herr ergrif Wilhelms Hand, und


