Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1797)
Entstehung
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daß er eiwan ſechs Stunden von da entfernt waͤ⸗ re, ihn auch die Straſſe dahin zeigte, ſo ſchrittt er muthig vorwaͤrts.

Es daͤmmerte ſchon ſtark, wie er am vaͤterli⸗ chen Hauſe anlangte. Sein Muth, der bisher ſein treuer Gefaͤhrte geweſen war, ſank und ent⸗ floh, ihm graute vor den ſichern und ſchreklichen Schlagen, die er wuͤrde dulden muͤſſen, er wollte mehr als einmal ruͤkwaͤrts wandern, doch trieb ihn der Hunger immer vorwaͤrts, endlich ſchlich er durch die Hinterthoͤre ins Haus, und von da nach der Kammer, in welcher ſeine Großmutter ſchlief. Ach du ungluͤkliches Kind! welche Angſt und Kummer haſt du mir verurſacht! rief dieſe aus, als ſie ihm beim Schlafengehn dort erblikte. Was ſoll ich nun mit dir anfangen? Der Vater hat hoch und theuer geſchworen, dich tod zu ſchla⸗ gen, wenn er dich wieder erblikt. Wilhelm zagte und bebte, wie aber ſeine Großmutter hinab ſchlich, ihm ein groſſes Stük Brod und Butter brachte, da verzehrte er beides ſorgenlos, und ſchlief bald ruhig auf ihrem Vette. Die gutherzige Groß⸗ mutter hatte indes die Nacht kummervoll durch⸗ wacht, und manchen Plan entworfen, wie ſie ihren geliebten Enkel der allzuharten Strafe des Vaters entreiſſen koͤnne. Fruͤh wekte ſie ihn, und fragte: Wo er das Federmeſſer habe? Sie wollte ſolches ingeheim unter den Tiſch des Vaters wer⸗ fen, es beim Austehren finden, und dem Vater

glaubend machen, daß er falſch geſehen, und den

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