Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1797)
Entstehung
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welches oben im Hauſe am Fenſter ſtand, ſahs und ſchrie aufs neue ganz entſezlich. Im Dorfe bellten die Hunde, und rufende Stimmen ertoͤn⸗ ten darinne. Wilhelm floh eilends fort, und ganz weißlich nach der entgegengeſezten Seite, von welcher die Stimmen ertoͤnten. Er erreichte bald einen Wald, und wanderte von Angſt und Schrekken getrieben, bis am Morgen weiter. Die Sonne war ſchon aufgegangen, wie der Wald endete, und ihm ein kleines Staͤdtchen aus dem Thale entgegen glaͤnzteer lenkte nach dieſem hin, erreichte es gluklich, und gieng luͤſtern vor ei⸗ nes Bekkers Laden voruͤber, der eben die neuge⸗ baknen und geruchreichen Semmeln auf dieſen aus⸗ breitete. Ihn hungerte ſehr, und er fragte einen voruͤbergehenden Burgerknaben: Ob er nicht ein Federmeſſer kaufen wolle? Der Knabe beſahs, bot einen Groſchen, und Wilhelm trug dieſen ſo⸗ gleich zum Bekker, um Semmeln zu kaufen, und ſeinen Hunger zu ſtillen. Er verzehrte ſie bis auf ein kleines Stuͤkchen und verließ das Städtchen, um weiter zu wandern. Wie er im Freien war, nirgends Huͤlfe fur die Zukunft er⸗ blikte, nicht wußte, wie er am Mittage ſeinen Hunger ſtillen ſollte, da ſank ſein Muth, er be⸗ ſchloß heim zu kehren, lieber die ſchreklichſten Schlaͤge zu dulden, als ſo huͤlſtos und elend um⸗ her zu irren. Mit dieſem ernſten Vorſaze kehrte er nach dem Staͤdtchen zuruk, fragte dort nach ſeinem Geburtsorte, und wie man ihm ſagte, S tes Baͤndchen. B