Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1797)
Entstehung
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len, damit er alles uberſehen, und herauslangen koͤnne, was vorhanden ſei. Wilhelm uͤberblikte nun das Gemach, und ſah deutlich, daß es ein kleiner Kaufmannsladen war, denn rings umher waren Bretter befeſtigt, auf welchen Tuͤcher, Kat⸗ tune, Schnupftuͤcher, Struͤmpfe und Maͤzen Du⸗ zendweis lagen. Er grif mit zitternder Hand nach dem erſten, was vor ihm lag, und langte es denen zu, welche am Fenſter ſtanden. Immer fluſterten ſie ihm Eile zu, und Wilhelm befolgte ihr Gebot nach Kraͤften. Eben hatte er ein groſſes Stuͤk Tuch, welches er der Schwere wegen kaum heben konnte, zum kleinen Fenſter hinausgepreßt, als jaͤher Laͤrm im Hauſe entſtand. Diebe! Diebe! ſchrie man im Hauſe! Diebe! Diebe! ſchrie wieder eine andere Perſon zum Fenſter hinaus. Die Frem⸗ den flohen eilends fort, und lieſſen den kleinen Wilhelm im Gemache ſtehen. Er wußte ſich nicht zu rathen, und zu helfen, doch blies er ſo⸗ gleich das Licht aus, das in der Laterne brannte⸗ Das Geſchrei und Laͤrm im Hauſe ward ſtaͤrker, er hoͤrte Maͤnnertritte auf einer Treppe, und end⸗ lich das Hausthor oͤfnen. Nur nach! Nur nach! Sie haben den Laden erbrochen! Sie tragen groſſe Päkke! Jagt ſie ihnen ab! rief eine Weiberſtimme aus dem Fenſter, und Wilhelm hoͤrte bald nur in der Ferne Tritte, Geſchrei, und endlich zwei Schuͤſſe. Er kroch unter dieſer Zeit zum Fenſter hinaus, und ſprang durch den kleinen Garten über einen niedrigen Zaun ins Freie. Das Be web⸗