Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1797)
Entstehung
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13 Meſſer hevor, und bewieß, daß er mit dieſem ge⸗ ſchnizelt, und es eben zerbrochen habe. Der Va⸗ ter ſchien's zu glauben, Wilhelm kam ohne Schlaͤ⸗ ge davon, und war froh wie ein Koͤnig, weil er nun das ſchoͤne Meſſer immer behalten, und ſein Gebaͤude mit Huͤlfe deſſelben ganz vollenden konnte. Wuͤnſchend und hofſend erwartete er die kuͤnftige Stunde zum Spiele, ſie ſchlug, und er gieng mit Eifer an ſeine Arbeit. Wie er eben vollauf mit dieſer beſchäftiget war, donnerte hinter ihm des Vaters Stimme. Du verfluchter, boshafter Bu⸗ be, ſchie er, haſt alſo das Meſſer geſtohlen! Wart! ich will dir die Luſt zum Stehlen vertrei⸗ ben! Nit dieſen Worten hinkte er nach dem Zim⸗ mer, und der angſtvolle Wilhelm oͤfnete das Pfort⸗ chen um der ſchreklichen Strafe zu entfliehen. Er rannte im ſchnellſten Laufe fort, und war bald, weil ſeines Vaters Haus nahe an der Graͤnze lag, im benachbarten Lande. Er wandelte mn lang⸗ ſamer, aber auch weinend weiter. Wie der Abend nahte, hungerte ihn ſehr, eine einzelne Bierſchenke, welche nahe an der Straſſe lag, zog ſeinen Blik auf ſich, er ſchlich naͤher, und endlich hinein. Viele Fremde ſaſſen darinne und zechten. Der Wirth, welcher ihnen aufwartete, fragte Wilhelmen: Was er hier ſuche, und ob er Geld habe? Wie er die lezte Frage mit Nein beant⸗ wortete, nahm ihn der rohe Wirth beim Arme, und warf ihn zur Thuͤre hinaus. Es daͤmmerte ſchon maͤchtig, Wilhelm traute ſich nicht weiter,