fleiſſig lernte, ſo nuͤzte er in der Folge die Zeit, welche er dort zubringen mußte, zum kindiſchen Taͤndeln und Spiele, weil er zu Hauſe dieß nur ſelten thun konnte, und immer vom Vater in ei⸗ nen Winkel geſezt wurde, wo er beſſer lernen ſollte, was er vorher ſchlecht oder unrichtig gele⸗ ſen und geſchrieben hatte.
Als er das eilfte Jahr erreicht hatte, ging er oft hinter die Schule. Einige andere Schul⸗ kammeraden verleiteten ihn zu dieſem Fehltritte, und bewieſen ihm deutlich, daß ſie unter dieſer Zeit viele ſchoͤne Voͤgel fangen koͤnnten, die er auſſerordentlich liebte, in einem kleinen Kaͤmmer⸗ lein umherflattern ließ, und ingeheim reichlich naͤhrte. Da er, wie ehe und zuvor alle Sonn⸗ abende ſein Schulgeld dem alten Schulmeiſter uͤberbrachte, ſo achtete dieſer ſein Ausbleiben, das er immer ſehr fein und guͤltig zu entſchuldigen ſuchte, gar nicht, und Wilhelm konnte wenig⸗ ſtens einige Tage in der Woche ungehindert auf den Vogelfang gehen. Einige Zeit nachher wuͤnſchte er ſehnlichſt ein Paar Tauben zu beſizzen, die Knaben, welche mit ihm ſpielten, hatten ih⸗ rer ſo viele, aber keiner wollte ſich zum freiwil⸗ ligen Geſchenke verſtehen, und ſein Vater, wel⸗ chem er einſt ſeinen Wunſch zu erklaͤren wagte, lohnte ſeine Bitte mit ein paar derben Ohrfeigen, und mit der Verſicherung, daß er ſolche unnuzze Freſſer nie in ſeinem Hauſe dulden werde. Aber die Begierde, der Wunſch des Knaben„ da⸗
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