Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
Entstehung
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Mariens von Medicis, oder eigentlicher ihres Lieblings, des Herzogs von Ancre, der ſie und das Koͤnigreich regierte, herrſchte. Sein Goͤnner dagegen ſchien die Liebe des Volks und die Hoffnung zu beſſeren Zeiten in ſich zuſ ver⸗ einigen. Es ſchien ihm nur ein Hauptſchlag ndthig zu ſeyn, um alle Parthien zu Gunſten des Herzogs und zum Sturze der Regierung zu vereinigen, und bei dieſem Hauptſchlage galt es vielleicht nicht blos eine Vormundſchaft, ſondern den wahrſcheinlichen Beſitz eines Throns, da der kleine Koͤnig und ſein einziger Bru⸗ der, der Herzog von Orleans, beide ſo ſchwaͤch⸗ lich waren, daß niemand fuͤr di⸗ ſelbe ein hoͤheres Alter hoffte..

Es kam darauf an, die geſpannte und ſſt

kriegeriſche Lage zu benutzen, in der ſich Re⸗

gierung und PVolk gegenſeitig befanden und zu⸗ gleich dem Schlage zuvor zu kommen, der die Regentin, eiferſuͤchtig auf den Herzog, muth⸗ maslich demſelben bereitete. Der Jeſuit berech⸗ nete den Geiſt der Zeit und des Volkes, und er hielt ſich uͤberzeugt, daß, gelaͤnge es ihm

dem Haſſe gegen die Regierung den Fanatis⸗

mus beizufugen, nſchts mehr dabei gewagt ſey⸗ die Inſurrektion zu organiſiren, und mit aller Kraft loszubrechen. Die aberglaͤubige Vorlie⸗ be des damaligen Zeitgeiſtes zu aſtrologiſchen Deu⸗

tungen, und das allgemeine Zutrauen, welches