Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
Entstehung
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Baſtille gebracht, von wo man ihn nach eini⸗ gen Verhoͤren in die Conciergerie abfuͤhrte. Es gieng die Sage, man habe einen Jeſuiten und zwei Große arretiren wollen, welche aber be⸗ reits entflohen geweſen ſeyen. Indeſſen ward die Sache auf eine Art behandelt, die ihr das Aufſehen benahm, und den Gegenſtand ſelbſt als unwichtig darſtellts. Man machte Morgar⸗ den nicht als Hochverraͤther, ſondern als Zau⸗ berer den Prozeß, der ſich damit endete, daß er ſchon am 27. Hornung deſſelben Jahrs auf koniglichen Befehl nach Marſeille auf die Ga⸗ leere gebracht ward. Der eigentliche Zuſam⸗ menhang der Sache ward dem Publikum vorent⸗ halten.

Erſt mehrere Jahre nachher erfuhr man das ganze Verhaͤltniß.

Heinrich II. Prinz von Conde, der in der Folge wirklich dffentlich die Unruhen anfieng, die hier blos eingeleitet worden, waͤre als naͤch⸗ ſter Verwandter und muthmaslicher Thronerbe der Vormund des minderjaͤhrigen Konigs gewe⸗ ſen, wenn deſſen Mutter, Moria aus der Familie der Medici, dieſe nicht fuͤr ſich zu er⸗ ſchleichen gewußt haͤtte. Sie hatte dieſe und die damit verbundene Regentſchaft dem Priu⸗ zen durch Intrique und Gewalt entriſſen und beherrſchte Volk und Adel auf eine Art, die frei⸗