Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
Entstehung
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239 den. Deutlich zeigten dies die zwar jetzt noch leiſen Bewegungen, die man bemerkte, und die immer ſtaͤrker und auffallender ſich aushreiteten. Von den Großen, welche Morgard kenntlich genug in ſeiner Vorherſngung als thaͤtige Mit⸗ wirker bezeichnet hatte, ſchienen manche ſich jetzt ſchon wirklich zuſammen zu draͤngen, und man mußte auf einen reifenden gemeinſchaftlichen Pan aus den haͤufigen und zutraulichen Verſammlun⸗ gen dieſer Menſchen ſchließen, die ſonſt ſo eifrig einander geſucht hatten. Das Volk ſchien bereit

zu ſeyn, an einem Schlage Antheil zu nehmen,

den es wuͤnſchte, weil es die Regierung haßte, und weil es dabei zu gewinnen hoffte.

Dieſe zweideutigen Bewegungen, dieſe ge⸗ ſpannte Lage konnte den Auſpaſſern des Hofes nicht entgehen. Die Menge überſtimmender Be⸗ richte, welche derſelbe uͤber die Lage der Sachen erhielt, machten ihn aͤngſilich. Man hatte kei⸗ nen Grund, auf den man bauen konnte, keinen Leitfaden, um ſich aus dieſem ſonderbaren Labi⸗ rinthe herauszufinden, und gleichwohl vergroͤßerte jeder Augenblick die Unordnung und die Gefahr, und dennoch durfte man keine Entwicklung ab⸗ warten. Man erſchoͤpfte ſich in Muthmaßun⸗ gen und Berathungen ohne weiter zu kommen. Endlich beſchloß man da anzugreifen, wo man bis jetzt noch die einzige Bloͤße fand. Am

a8. Jenner ward Morgard artetirt und in die