Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
Entstehung
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Drei Jahre hatte das Gluͤck des Ehepaars gedauert, da brachte das fatale Syſtem der Mo⸗ derantiſten Stockung in die Finanzen. Selbſt das Lieferungsgeſchaͤft hatte wenig Gedeihn, denn Rambour war ein gehaßter Jakobiner und die Parthei des Tages wollte ſelbſt liefern. Große Contrakte waren gemacht und verungluͤckt, der Aufwand des Hauſes koſtete ſchoͤne Suͤmmchen. Die Glaͤubiger wurden unartig. Man fuͤrchtete eine betraͤchtliche Luͤcke in der Kaſſe, wohl gar ſich beſchraͤnken zu muͤſſen; aber unſer Held ward nicht verlegen. Als Mann von Perſtand, hatte er bald ſeinen Plan gemacht. E rug ihn Pau⸗ linen vor. Das Mittel, ſich aus aller Verle⸗ genheit zu retten, war leicht. Man wolle ſich vor der Welt ſcheiden laſſen; die Buͤrgerin fo⸗ dere 800000 Livres, welche ſie in die Ehe ein⸗ gebracht habe, und welche von ihr empfangen zu haben, der redliche Buͤrger eingeſtehen werde. Er werde ſie herausgeben muͤſſen und wuͤrklich herausgeben. Eine ſo ſtarke Herauszahlung wuͤrde ihn zu Grunde richten; er verſtehe jetzt das Falliren beſſer. So beruhigt und mit dem Sümm⸗ chen im Trocknen ſolle ein neues Eheband die verſtellte Scheidung aufheben. Pauline goutirte das Plaͤnchen, das Rambour nach allen geſetzli⸗ chen Förmalitäten ins Reine brachte. Alles ge⸗ ſchah. Scheidung, Zahlung, Bankerutt, nur die Wiedervereinigung hatte Anſtaͤnde, die un⸗ ſer Held nicht berechnet hatte.