Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
Entstehung
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rer, ſie das verfuͤhrte Maͤdchen, Jean Louis jezt Achilles Rambour und Pauline, noch immer Pauline Saintour.

Die Wiederfindung hat Intreſſe, und In⸗ treſſe erzeugt Liebe. Ueberdem war der Mann mit den ſtarken Lenden keine zu verachtende Par⸗ thie. Im Stande der Revolution liebte man ra⸗ ſche Maasregeln, und ſo ward man auch hier ohue viele Umſtaͤnde einig. Man kannte ja ein⸗ ander ſchon, wuſte bereits, was man an einan⸗ der hatte. Man eilte anf das Gemeindehaus, Chaumette ſprach den Segen. Nach man⸗ chen dergleichen Geſchaͤften ward Rambonr Liefe⸗ rant. Man fuͤhrte ein glaͤnzendes Haus und ward doch Millionaͤr.

Rambours bisherige Schickſale waren ſehr ein⸗ fach geweſen. Durch unablaͤſſige Verſchwendung war er mit ſeinem vaͤterlichen Erbe zu Ende. Er machte Bankerutt, und zwar ſo ungeſchickt, daß ihm gar nichts uͤbrig blieb. Da brach die Revo⸗ lution aus. Gleich Anfangs betrog er einen Emigranten um 1005 Louisd'or, welche dieſer ihm anvertraut hatte. Et ward ſiaͤndiger Zenge beim Revolutſonstribunal, und als Commiſſair bei dem Verſieglungsgeſchaͤfte gebraucht. Hier hatte er vollauf Arbeit und Erndte, und hier fand er Paulinen wieder, die ihm der Himmel nun einmal we es ſchien, zur Frau beſtimmt hatte.