Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
Entstehung
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die die Huldigung des Univerſums in Anſpruch nimmt.

Als beſtimmte Erbin der reichen Frau von Eperon ſpielte Pauline eine glaͤnzende Rolle. Die Liebhaber draͤngten ſich, von Paulinen nach dem Eigenſinn ihrer Laune und dem Grundſatze gemaͤß behandelt, ſo lange ihre Wohlthaͤterin lebe, nicht zu heurathen, weil dieſe ausdruͤcklich es ſo ver⸗ langt hatte.

So dauerte es bis zum Jahre 179 3. Die Revolution, allen kleineren Leidenſchaften ſo unguͤnſtig, entzog Paulinen jetzt einen Liebhaber um den andern. Die Emigration, der Krieg⸗ die ohne Carriere des politiſchen Glanzes eigne mancherlei Schickſale, kurz, die alle ergreifende allgemeine Thätigkeit, welche dieſe große Begeben⸗ heit veranlaßte, trieb dieſelbe auseinander; Pau⸗ line wuͤrde eine Roialiſtin geworden ſeyn, wenn nicht ihr Leichtſinn ſie unfaͤhig gemacht haͤtte, ei⸗ ner Parthie anzuhangen. Aber bald ward es aͤr⸗ ger. Die Reichthuͤmer der Madame d'Eperon waren zu bekannt, als daß nicht dieſelbe in die Revolutlon hͤtte verwickelt werden muͤſſen. Um 12 Uhr Mittags ward Paulinens Wohlthaͤterin aus ihrem friedlichen Hauſe vor das Revolutions⸗ tribunal abgeholt, und noch war man mit der PVerſieglung ihrer Erbſchaft, welche der Republik zufallen ſollte, nicht ganz zu Ende, als ſchon ihr Kopf unter der Guillotine gefallen war. Pau⸗ line blieb in dem verſiegelten Hauſe mit ihrer