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begangenen Raubes auffand, ſo war es ihm nun da weniger moͤglich, denſelben ausfindig zu ma⸗ chen.
Rambour fuͤhrte ſeine Beute nach Paris, von dort ſchleppte er ſie einige Zeit in dem ſüd⸗ lichen Frankreich, welches er bereiſte, umher, und brachte ſie dann wieder nach Paris, wo er ſich auf eine Weiſe derſelben entledigte, welche jener, auf welche er ſolche erhalten hatte, ahn⸗ lich war. Als naͤmlich Paulina einſt des Mor⸗ gens aufſtand, vermißte ſie ihren Entfuͤhrer, und als ſie unten wegen demſelben nachfragte, war man ſehr erſtaunt, ſie noch hier zu ſehen, weil Rambour ſchon vor Anbruch des Tages Pa⸗ ris mit Extrapoſt verlaſſen hatte.
Der Boͤſewicht war wirklich fort, und das Jammern des verwalſten Geſchopfs, das ſich in dieſer großen Stadt ohne alle Bekanntſchaft und von allen verlaſſen fand, ſchien nur wenig Ein⸗ druck auf den fühlloſen Aubergiſten und ſeine eben ſo fuͤhlloſen Hausgenoſſen zu machen, welche ſich mit ihren gewohnlichen Verrichtungen beſchaͤftig⸗ ten, ohne die Thraͤnen der Ungluͤcklichen zu be⸗ merken, und ohne ihren Jammer zu hoͤren. Un⸗ gluͤcklicherweiſe wuſte Paulina nicht einm M genau den Namen des Orts, wo hr Pater wohnte, und niemand konnte den Poſtmeiſter Saintour, wel⸗ chem ſie anzugehdren vorgab.
Zum Gluͤcke fuͤr Paulinen wohnte dem Gaſt⸗ hauſe, in welchem Rambour ſie verlaſſen hatte,


