a21 re alt, aber ihre Bildung verſprach eine vollen⸗ dete Schoͤnheit, ſo wie die Lebhaftigkeit ihres Geiſtes, ihre Munterkeit und Naivetaͤt, und ih⸗ re Ausbildung, an welcher ihr Vater bisher nichts geſpart hatte, ſie ſchon jetzt zur angenehmen Ge⸗ ſellſchafterin machten, und von dieſer Seite noch weit mehr verſprachen. Rambour, der Sohn eines reichen Kaufmanns aus Nancy, ſeit drei Jahren Herr eines unermeßlichen Vermogens, welches er in dieſer Zeit ſchon weit uͤber die Hälf⸗ te geſchmolzen hatte, einer von denen Menſchen, die durch Exzeſſe aller Art Koͤrper und Seele ver⸗ wuͤſten, in mancher Hinſicht ſchon damals in ſei⸗ nem 21. Jahre Greis, ſonſt ein unbedeutender Menſch, ſah das vielverſprechende Geſchoͤpf bei einer Durchreiſe durch den Wohnort ihres Vaters mit der Bizarrerie, welche nach und nach dem Geſchmacke aller abgeſtumpften Wolluͤſtlinge eigen wird, welche ſich in ſinnlichen Genüſſen erſchdpft, und daraus Ekel geſchopft haben, verliebte er ſich in das unreife Maͤdchen, das noch mehr Kind als Maͤdchen war, und entfuͤhrte daſſelbe ihrem Vater, ob mehr durch Perfuͤhrung, oder Zwang, giebt der Gewaͤhrsmann unſerer Geſchichte nicht an. Vergebens wendete der Poſtmeiſter alles an, ſein verlornes Kind wieder zu erhalten; der Raͤu⸗ ber hatte ſeine Maasregeln ſo gut genommen, daß es gar nicht eutdeckt ward, daß der Raub durch ihn veruͤbt worden, und da der PVater des Maͤdchens auch nicht die entfernteſte Spur des
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