Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
Entstehung
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Dieſe Entſcheidung verzogerte ſich faſt auf vier Wochen. Die Wlttwe durch Hamars Flucht zur Raſerei gebracht, hatte demſelben uͤberall nach⸗ ſetzen laſſen; ihre Spuͤrer ſchlugen jedoch faſt alle den Weg nach Deutſchland ein, weil es am wahr⸗ ſcheinlichſten war, daß der Juͤngling dahin geflo⸗ hen ſey. Nach einiger Zeit erhielt ſie jedoch Nachricht, wo derſelbe ſich dermal befinde und daß er gegen ſie Klage erhoben habe. Sie eil⸗ te daher nach Deutſchland zuruͤcke; die Befeh⸗ le des Statthalters, ſie afzuſuchen⸗ et zu ſpaͤt.

Die Gerichten vernahmen nun die Aus⸗ ſagen derienigen, welche ſie in Charlottens Schloſ⸗ ſe fanden, und ſchickten mehrere Abſchriften der⸗ ſelben an die Regierungen jener Laͤnder in Deutſchland, wo, wie man wuhit dieſe Gu⸗ 4 beſaß.

Hieran hatte Charlotte nicht ſie befand ſich ſehr ruhig auf ihrem Gute im ſchen, als die dortigen Gerichten nach den erhaltenen Steckbriefen ſie verhafteten. Sie gab die ganze Geſchichte bei denen mit ihr angeſtell⸗ ten Verhdren fuͤr einen Scherz aus, und ſtellte ſich hoͤchlich verwundert, daß man dieſelbe von einer ſo ernſthaften Seite naͤhme, und ſie des⸗ halb gar gefangen geſetzt habe. Die Gerichten ließen indeſſen Hamarn kommtn, und durch dieſen erhielt die Wahrheit ihre Rechte, und Charlotte war gezwungen, ihre Schande einzubekennen.