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Kaͤmpfer in der Schlacht anzufeuern pflegte, auch jetzt wieder dieſelbe mit dem ihm gewoͤhnli⸗ chen Anrufe:„En avant, Citoyens, voyez comme ils courent! en avant, Republi- cains! anfeuerte.— Die Sage vermehrte die Geſchichte bald mit Zuſaͤtzen, wie das immer zu geſchehen pflegt. Marceau, hieß es, entſteige allnaͤchtlich in voller Ruͤſtung auf ſeinem Schim⸗ mel ſeinem Grabe, und hinter ihm eine unzaͤhl⸗ bare Menge franzoſiſcher Soldaten zu Fuß und zu Pferd, welches er dann auf der benachbarten Ebene mit dem ihm gewoͤhnlichen oben angefuͤhr⸗ ten Zurufe zum Kampfe auffordere und anfriſche. Man wollte dieſen Kampf geſehen haben, und ſchuf dazu Jald ein Geiſterheer von gebliebenen Oeſtreichern, welche man mit Marceaus Truppen kaͤmpfen und dieſe aufreiben ließ.
Man belachte dieſe Sage und liß ihr ihren
Lauf. Aber bald ward die Geſchichte ernſthafter,
und die franzoſiſchen Generale ſahen ſich gezwun⸗ gen, Unterſuchnuͤgen anzuſtellen.
Die Perhuͤltniſſe machten es naͤmlich noth⸗ wendig, die Porpoſtenkette uͤber jene Gegend auszudehnen, wo Marceaus Grabmahl ſteht, und deſſen Geiſt der Sage nach ſein Weſen trieb. Die Vorpoſten wurden von dem Geiſte geaͤngſtigt,
der wirklich jede Nacht in der beſchriebenen Ge⸗
ſtalt erſchien, ſein„Citoyens en avant,“ mit donnernder Stimme ausrief, einige Zeit umher⸗
galloppirte, und ſich dann an der hervorragenden


