Der Erbſchleicher.
Di M— ſchen Landesgeſetze beſtlmmen in Hin⸗ ſicht des Vermoͤgens, welches ein aus ſeinem Wohnorte abweſender zuruͤck gelaſſen hat, oder welches ihm waͤhrend ſeiner Abweſenheit zugefallen iſt, daß ſolches unter obrigkeitlicher Aufſicht vor⸗ mundſchaftlich verwaltet, im fuͤnf und zwanzigſten Jahre der Abweſenheit aber auf der Erben Anſte⸗ hen der Abweſende offentlich vorgeladen werde. Wenn derſelbe alsdann nicht erſchelnt, dann uͤber⸗ kommen deſſen Erben das Vermoͤgen gegen eine zu ſtellende Kaution, und muͤſſen zwar, wenn der Abweſende innerhalb der naͤchſt darauf folgenden fuͤnf und zwanzig Jahre zuruckkehrt, demſelben ſol⸗ ches wieder ausliefern, die Nutzungen und Fruͤch⸗ te aber, welche ſie in dieſer Zwiſchenzeit von dem⸗ ſelben gezogen, werden demſelben nicht zuruͤckge⸗ geben, ſondern blelben den Erben. Erſt im funf⸗ zigſten Jahre der Abweſenheit wird der Verſchol⸗ lene fuͤr wirklich todt gehalten, und dann erſt


