Teil eines Werkes 
Zweyther Theil (1803)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

* 277

ſie von hier auszog, um zu rauben, und jedes⸗ mal reich, mit Beute beladen, zuruͤckkehrte, die⸗ ſe in Ruhe zu verzehren. Haͤufige Streifungen und alle Anſtalten, welche die Polizey gegen die⸗ ſelbe vorkehrte, blieben durch die Unterſtuͤtzung der Koͤhler und die Kenntniß des Locales ohne Erfola. Endlich ward die ganze Gegend und alle Gensd'armerie des Departements aufgeboten, dem Unweſen ein Ende zu machen. Da die Ban⸗ de zugleich Gewißheit erhielt, daß unter den Koͤh⸗ lern des Waldes ſelbſt die Polizey ſich Spione erkauft hatte, und daher ihre Sicherheit taͤglich ſchwankender ward, ſo zerſtreute ſie ſich abermal; nur zwey Glieder derſelben, die ſich eben ſo wie Vickler mit Doͤchtern des Sohnwaldes verehlichet hatten, dlieben mit dieſem zuruͤck. Schinderhanns hatte ſich bisher an keinem Raube perſoͤnlich beancheiligt, und war dem Ver⸗ ſprechen getreu geblieben, das er desfalls ſeinem Schwiegervater gethan hatte, der nicht aufhoͤrte, ihn von ſeinem ſchaͤndlichen Wandel abzumahnen.

Nur eine einzige Ausnahme hatte er ſich erlaubt, da ihn ſeine blutduͤrſtige Rachſucht gegen dle Ju⸗

den hlnriß, einen derſelben, der unvorſichtig ge⸗ nug ſich in den Sohnwald wagte, berauben und morden zu helfen. Jetzt erneuerte er, von ſelnem Schwiegervater dringend hierzu aufgefodert, ſel⸗ nen Eyd, und verſprach ſogar ſeinen Haß gegen die gehaßten Juden zu beſiegen. Um ſeine kuͤnf⸗