Teil eines Werkes 
Zweyther Theil (1803)
Entstehung
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enthaltsort ihm jetzt keine Sicherheit mehr gewaͤh⸗ re. Er reiſte daher mit einem Paſſe, den ihm ei⸗ ner ſeiner Kameraden verſchaffte, und worinn er Jacob Schweikard benannt war, uͤber den Rhein, indem er zugleich ſelne Geliebte hiervon benachrich⸗ tigte, und ihr einen Ort bey Frankfurt auwies, wo ſie ihn finden konne.

Schinderhanns hatte ſeinem Schwiegervater verſprochen, ſein bisheriges ſchaͤndliches Gewerbe aufzugeben, und, wenigſtens damals noch, ſcheint ihm dies Verſprechen Ernſt geweſen zu ſeyn. Er kaufte in Fankfurt Waaren ein, mit denen er die Dorfmaͤrkte beſuchte. So wenig reichlich der Er⸗ werb auch war, den er ſich hierdurch verſchaffte, ſo hielt er doch mehrere Monate das Verſpre⸗ chen, welches er ſelnem Schwiegervater gethan

hoatte.

Nach einem faſt ſechsmonatllchen Aufenthalte in Deutſchland trieb ihn die Liebe in den Sohn⸗ wald zuruͤck. Vergebens hatte er bisher ſeine Ge⸗ liebte erwartet; ſie war zweymal uͤber den Rhein gegangen, ihn aufzuſuchen, hatte ihn aber nie fin⸗ den koͤnnen, und war daher jedesmal wieder zu ihrem Vater zuruͤckgekehrt. Vickler, der bisher ruhig in Deutſchland als herumziehender Landkraͤ⸗ mer ſich genaͤhrt hatte, hatte ſich haͤufig gewundert, noch immer von den Raͤubereyen und Mordthaten zu horen, die fortwaͤhrend auf ſeinen Namen ver⸗ uͤbt wurden, er war haͤufig vor ſich ſelbſt gewarnt worden, und hatte oft wahre und falſche Anekdo⸗