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ren, da dieſer ſogleich an das peinliche Gericht nach Kolln abgefuͤhrt und, wie ſich Vickler perſoͤnlich uͤberzeugte, dort ſo gut verwahrt ward, daß ſeine Befreyung unmoglich war. Schinderhanns eilte daher nach dem Sohnwalde zuruͤck, wo er in dem Haufe eines dort wohnenden Kohlers ſich ſeinem Schmerze uͤberließ. Er verſuchte es, die Bande hier um ſich zu verſammlen, um vereint zu Beyers Befreyung alles zu wagen, was Muth, Liſt und Verzweiflung auszufuͤhren im Stande ſind, aber die Glieder der Bande waren zu ſehr verſprengt, und zu furchtſam gemacht worden; es fanden ſich nur wenige bey ihm ein.
Hier war es denn auch, wo Schinderhanns ſeine Geliebte fand, die in der Folge manches Abeutheuer und jetzt ſeine Gefangenſchaft mit ihm theilt. Seln Hauswirth war ein armer Köhler, den bald die Freygebigkeit ſeines Gaſts fuͤr denſel⸗ ben elngenommen hatte. Unter ſeiner zahlreichen Familie befand ſich auch eine huͤbſche Tochter, wel⸗ che durch die Gefaͤlligkeiten, die ſie Vicklern erwles, zuerſt deſſen Aufmerkſamkeit und dann deſſen Liebe erhielt. Sie erwiederte dieſe leztre, und bald leb⸗ ten dieſelben mit des Vaters Einverſtaͤndniße als Eheleute, da dieſer, dem Vickler ſich entdeckt hatte, lelcht begriff, daß Vickler jetzt unmoglich ſich die Prauung von einem Geiſtlichen erwirken konnte, und ſich daher deſſen Verſprechen, in der Folge noch dieſe nachholen zu wollen, gnügen ließ. Um⸗ deſto weniger waren die Bruͤber ſeiner Geliebten mit


