geachtet, die ganze Geſchichte mit allen Umſtän⸗ den dffentlich bekannt, und ließ hierauf Joſephi⸗ nen auf Lebenszeit in ein Kloſter ſperren, den zehnjaͤhrigen Jeronimo aber ohne alle Barmherzig⸗ keit und Ruͤckſicht auf die Straße werfen, ohne ſich weiter um denſelben zu bekuͤmmern.
Jeronimo hatte bishet unter den Augen ſel⸗ ner Eltern, deren Liebling er war, eine ſehr gute aber eben ſo zaͤrtliche Erziehung erhalten. Rie hatte er Mangel gefuͤhlt, auch nicht einmal das geringſte entbehrt; ein Heer von Bedienten draͤng⸗ te ſich, wenn er einen Wunſch aͤnßerte, dieſen zu erfuͤllen.— Man denke ſich daher die Lage eines zehnjaͤhrigen Knaben, der aus einer ſolchen Fulle, der er ſo gewohnt geworden, daß er glauben mußte, es konne gar nicht anders werden, und den Mangel und Entbehrniß kaum dein Namen nach kannte, plotzlich auf die Gaſſe geworfen ward, ohne irgend etwas weiters, als die Kleider, welche er an dem Leibe trug, ohne Freund und Bekannten, im eigentlichſten Verſtande huͤlflos in ein namenloſes Elend geſtoßen.
DDieſe Grauſamkeit gegen ein in jeder Hinſicht ſchuldloſes Geſchoͤpf koͤmmt eigentlich nicht ganz allein auf Rechnung des Pabſtes, deſſen Sunden⸗ regiſter groß genug iſt, und keiner Vergroͤßerung mehr bedarf. Zwar hatte er beſtimmt genug be⸗ fohlen, den Knaben aus dem Pollaſte, welchen
Syieß Kriminalge ſch. ⁊ Th. C


