Teil eines Werkes 
Zweyther Theil (1803)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

32

erzeigen, unter dem Vorwande, daß ſein Vor⸗ gaͤnger die der Kirche zugehorigen Guͤter zum Nach⸗ theile dieſer nicht verſchenken koͤnnen, dieſelbe zur Kirche zuruͤckzog. Als jetzt der Kardinal ge⸗ ſtorben war, dͤfnete ſich ihm ein neues Feld, Jo⸗ ſephinen und dem armen Jeronimo die Rache fuh⸗ len zu laſſen, welche er denſelben geſchworen hat⸗ te. i allgemeinen Verdruſſe des ganzen Adels

und ſelbſt der meiſten Kardinaͤle ließ er offentlich

die Geſchichte der Geburt Jeronimo's unterſuchen. Joſephinens Freundinn, eben jene Antonie, welche, wie wir oben geſehen haben, bey dieſer Geſchichte eine ſo ſehr thaͤtige Rolle geſpielt hat⸗ te, und welche bisher immer fuͤr Jeronimo's Mut⸗ ter gehalten worden, war niedertraͤchtig und un⸗ dankbar genug, fuͤr ein paar Zechinen ihre Freu⸗ dinn und Wohlthaͤterinn, welcher ſie alles ſchul⸗ dig war, zu verrathen, ſie entdeckte die ganze Geſchichte, welche durch die Hebamme, dle Joſephinen bey der Geburt ihres Kindes bey⸗ geſtanden hatte, vollkommen Licht geſetzt ward.

Jetzt hatte Contamino Feroni⸗ mo'n, welcher der vorzuͤglichſte Gegenſtand ſeines Haſſes war, alle Guͤter und das ſaͤmmtliche Ver⸗ moͤgen, welches der Kardinal demſelben geſchenkt hatte, und woruͤber Joſephine als Vormuͤnderinn beſtellt war, hinwegzunehmen. Er ging noch wei⸗ ter: mit teufliſcher Freude machte er, des allge⸗ meinen Skandals, welches hieraus entſtand, ohn⸗