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verduͤrrt und gleich nach deſſen Tode die Glieder an den Baͤndern und Gelenken abzufallen pflegen.
Jetzt wird es in Rom und Neapel faſt dffentlich
verkauft, und in kteinen geſchliffenen mit Stroh⸗ matten uͤberlegten Glaͤſern, zu welchen zugleich ein Zeugniß der Aechthelt beygefuͤgt zu werden
pflegt, um geringe Preiſe, die oft kaum einen bis anderthalb Louisd'ors auf die Porzion betragen, ſogar in das Ausland verſchickt.
Die Aerzte kamen dariun uͤberein, daß der Pabſt dies gefaͤhrliche Gift erhalten habe, und
daß ſolches bereits ſeine zerſidrenden Wirkungen
bey demſelben zu aͤußern anfinge, aber uͤber die
Hellungsart ſelbſt waren dieſelben hoͤchſt verlegen. Fruchtlos erſchoͤpfte ſich ihre Kunſt; zwar erwirk⸗ ten die ſchwelßtreibenden Mittel, welche, nachdem alle ſonſtigen Verſuche mißlungen waren, dem Pa⸗ zienten gereicht wurden,— eine Methode, die bey ei⸗ nem der folgenden Paͤbſte, dem braven Ganga⸗ nelli, gleichfalls wieder unter ähnlichen Umſtaͤnden, aber ebenmaͤßig ohne Erfolg angewendet ward— eine Verlaͤngerung des Lebens aber auch zugleich
der Leiden des Vergifteten; Heilung war unmoͤg⸗ 8
lich, der Pabſt ſtarb.
Der ganze Kirchenſtaat, und ſelbſt der bey
weltem groͤßte Theil des helligen Kollegiums
wuͤnſchten, daß der Kardinal Feroneſe der Nach⸗
folger ſeines Onkles werde; nur ein geringer Theil des letztern war von Contamino gewonnen oder


