Teil eines Werkes 
Zweyther Theil (1803)
Entstehung
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27 beſonders elnen vor einigen Jahren zu Erfurt an⸗ geſtellten Verſuch gefunden worden, daß die Sub⸗ ſtanzen, aus denen daſſelbe beſteht, nach allen An⸗ zeigen aus dem Mineralreiche hergenommen ſeyn mdogen, und daß Arſenik das wahrſcheinlichſte Hauptingredienz deſſelben ſeyn duͤrfte. Die Er⸗ finderinn Toffana, ein altes Weib in Reapel, welche demſelben ihren Namen gab, machte an einer Menge Menſchen Verſuche mit dieſem Er⸗ zeugniſſe der Holle, das ſie unter dem Namen Lebensbalſam verkaufte. Manche behaupten, daß dies Weib, welches endlich in Neapel den Lohn ſeiner Schaͤndlſchkeit empfing, nicht Selbſterfin⸗ derinn dieſes Giftes ſey, ſondern blos daſſelbe wieder aufgefunden habe, daß berelts die Roͤmer in der Epoche ihrer Verworfenheit die Kenntniß der Bereitung deſſelben beſeſſen, und die in der Geſchichte der Giftmiſchungskunde ſo ſehr berühm⸗ te Lokuſta, welche zu Zeiten Nero's lebte, und deren ſich Agrippina und Nero dfters bedlenten, ein aͤhnliches Gift zu bereiten verſtanden haͤtte. Uebrigens iſt daſſelbe um ſo gefaͤhrllcher, da es ohne Geruch und Geſchmack, von der Farbe des Waſſers, nicht gleich, ſondern erſt nach einem ge⸗ wiſſen Zwiſchenraume von Zeit, welchen die Gift⸗ kundigen ſelbſt beſtimmen, verlaͤngern und verkuͤr⸗ zen koͤnnen, wirkt, und da die Arzneykunde noch kein Mittel gefunden hat, deſſelben gefaͤhrliche Wirkungen zu hemmen, welche darinn beſtehen, daß der Pazient unter Laͤhmungen nach und nach