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beleidiget fuͤhlte. Aber auch dies verlor ſich nach und nach, und die Begebenheit ward vergeſſen.
Indeſſen ward der alte Pabſt ſichtbarlich im⸗ mer kraͤnker und elender. Daß er Gift erhalten habe, darinn ſtimmten alle Meynungen der Aerzte uͤberein, wie und wann er daſſelbe erhalten, blieb raͤthſelhaft, und ward erſt lange nachher entdeckt. Es hatte naͤmlich bey einer feyerlichen Gelegenheit der Pabſt ſich dffentlich vor dem Volke das Nacht⸗ mahl reichen laſſen; Contamino'n war die Ehre ertheilt worden, ihm daſſelbe zu reichen, und er hatte die Hoſtie, welche er demſelben reichte, mit aqua toffans backen, und auf dieſe Art vergiften laſſen. Der Giftmiſcher, deſſen ſich Contamino hierzu bedient hatte, bekannte bey ſeinem Tode, von den Biſſen des Gewiſſens gefoltert, dies Bu⸗ venſtuͤck, als Contamino bereits gleichfalls ſeine Laufbahn geſchloſſen hatte.
Dies ſchrockliche Gift war damals noch weni⸗ ger bekannt, als dermal, ſo wenig wir auch noch jetzt von demſelben mehr wiſſen, als daß es eriſtirt, da— gewiß kann man bey der tiefen Verworfen⸗ heit der Moralitt ſagen,— gluͤcklicherwet⸗ ſe die Ingredienzen unbekannt ſind, aus denen es bereitet wlrd. Man hat ſich von deſſen Berei⸗ tung bisher eine Menge Maͤhrchen erzaͤhlt, indem man glaubte, es werde aus dem Geifer eines an den Sehnen aufgehangenen, bls zur Wut durch Martern gereizten, Menſchen bereitet, bls durch die Erfahrungen heruͤhmter Scheidekunſtler, und


