Teil eines Werkes 
Zweyther Theil (1803)
Entstehung
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ſowohl, als der Pabſt ſuchten daſſelbe mit ver⸗ ſchwenderiſcher Freygebigkeit durch Gluͤcksguͤter fuͤr den Makel ſeiner Geburt zu entſchaͤdigen, welcher damals noch ſehr ernſthafte, nachtheilige Folgen fuͤr das unſchuldige Geſchoͤpf hatte, das ſeine Exiſtenz der außerehlichen Zaͤrtlichkeit von ein paar Liebenden zu verdanken hatte. Der Kna⸗ be ward mit Schaͤtzen und Guͤtern uͤberhaͤuft, de⸗ ren er eine Menge don dem Pabſte zu Lehnen er⸗ hielt, und bekam zugleich von dieſem ein ganzes Regiſter von jenen Stellen, deren es an jedem Hofe ſo viele, kaum aber an irgend einem mehr, als am Roͤmiſchen gibt, und welche, ohne daß dafuͤr irgend etwas gearbeitet zu werden, braucht, dem damit Bedienſtigten ungeheure Einkuͤnfte ab⸗ werfen. Der Kardinal trennte ſich faſt gar nicht mehr von dem Kinde und ſeiner geliebten Joſe⸗ phine, welche nun, da ſie durch den erſten Fehl⸗ tritt, den ſchoͤnſten Schmuck der Weiblichkeit, und die feſteſte Waffe der weiblichen Tugend, die Schamhaftigkeit verloren, und dagegen die Suͤßigkeiten ſinnlichen Genuſſes geſchmeckt hatte, ohne Znruͤckhaltung ſich der Liebe des Kardinals uberließ. So lebten beyde zuſammen in einer Art von wilder Ehe zum großen Aerger aller Beaten und Frdmmlinge, zur noch groͤßern Freude der Feinde des Kardinals und ſelner Mitwerber um die paͤbſtliche Krone, und zum großten Verdruſſe des alten Pabſtes, der dieſen Stein des Anſtoßes Spieß. Friminalgeſch. 3 Th. B