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Kirche auf ſeine Familie gleichſam zu vererben hofte.
So ſehr ſich auch der Knabe, als er die Jahre erhielt, in denen er ſich ſelbſt zu beſtim⸗ men im Stande ward, gegen dieſe ihm gege⸗ bene Beſtimmung ſträubte, und ſo wenig er hier⸗ zu Beruf zu haben glaubte, ſo mußte er gleichwohl endlich nachgeben, da nichts im Stande war, den Eigenſinn der Familie und ſeiner Eltern zu brechen, und da ſein Bruder, der ihm durchaus unaͤhnlich, und obgleich eben ſo dumm, als haͤßlich und bos⸗ haft, doch der Liebling der Eltern war, den Er⸗ wartungen, die man in ihn ſetzte, und den Planen, welche man mit ihm vor hatte, nicht entſprechen konnte, und man dieſem daher die Sorge fuͤr die Fortpflanzung der Familie uͤbertragen, und die Schaͤtze derſelben ausſchließend ſichern wollte, ſo mußte er endlich nach langem fruchtloſem Wider⸗ ſtande dem Drange nachgeben, und er war gleich⸗ ſam gezwungen, Kardinal zu werden.
Eine der vorzuglichſten Urſachen, warum der⸗ ſelbe ſo wenig Beruf zu der ihm bezeichneten Be⸗ ſtimmung in ſich fuͤhlte, und warum er mit ſo vielem Widerſtande hiergegen kaͤmpfte, war die Liebe.— Der Marcheſe Sami war mit dem Prin⸗ zen Feroneſe, des Kardinals Vater, nahe verwandt; von Kindheit auf mit einander erzogen, waren beyde die innigſten, unzertrennlichſten Freunde geworden. Dieſe Freundſchaft der Eltern theilte ſich auch auf ih⸗


