Teil eines Werkes 
Zweyther Theil (1803)
Entstehung
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ſal griff in die Maſchine, und er ward mit dem ſanften wohlwollenden Herzen ein Moͤrder und Raͤuber, zwar eln großer Menſch, ſelbſt in dem zerſtdrenden Gewerbe, das er trieb, noch in ſei⸗ ner Art wohlthaͤtig, aber doch nur ein Mor⸗ der und Raͤuber.

Wir haben eine Menge Geſchichten von edlen Raͤubern, und bey der Ueberſchwemmung hieran, welche die Romanenſchreiber uͤber das Publikum hergegoſſen haben, iſt die Rubrik von edlen Raͤubern verbraucht und ekelhaft, und es iſt gewagt, mit einer neuen Schilderung in dieſem Style aufzu⸗ treten. Wlr muͤſſen daher erinnern, daß dieſe Ge⸗ ſchichte nach einer in Rom allgemeinen Tradizion wahr ſey, daß der Held derſelben ſeinen Wirkungs⸗ kreis in der Haͤlfte des 17ten Jahrhunderts gehabt haben ſoll, und daß wir nicht beabſichten, das Ideal eines im Graͤßlichen edlen Menſchen aufzuſtellen; daß wir unſern Helden nicht einmal als edel be⸗ zeichnen, ſondern ſo wie er war, nicht gut und nicht ſchlecht, mit großen Anlagen und einem gu⸗ ten Herzen, aber durch das Geſchick verworfen und gezwungen, eine verabſcheuungswuͤrdige Lauf⸗ bahn zu gehen. Keine Uebertreibung und Putz wird hier ſtatt finden, wir geben die Geſchichte ſo, wie ſie in Rom ſich durch die Tradizlon erhalten hat, dort noch oft erzaͤhlt wird, und ſo zu uns gekommen iſt. Was hier noch Schmuck nnd Zu⸗ ſatz iſt, gehort der Tradizion und Volksſage, wel⸗