Teil eines Werkes 
Zweyther Theil (1803)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Gluͤcks ein großeres Uebel, indem ſo der Wurm das Bewußtſeyn in ihn gelegt ward, daß er nie glucklich werden ſolle, eine Ueberzeugung, die ihn um ſo viel reizbarer machte, die Schlaͤge ſeines Mißgeſchicks zu fuͤhlen, wenn er dagegen zu ver⸗ haͤrten glaubte.Tauſend andre Karaktere waͤren durch dieſe unausgeſetzten Schlaͤge des Schickſals ſchlecht geworden, und dem Ungluͤcke unterlegen, deſſen ewiger Reiz immer ſcharfe und boͤſe Karak⸗ tere erzeugt, gute verdlrbt; aber unſer Held ward nie ganz ſchlecht; er konnte wohl vom Schickſale gedruͤckt, nle ganz unterdruͤckt werden, und erhielt ſich bey allen den ewigen Agitazionen, aus denen ſeln Leben zuſammengeſetzt war, der Relzbarkeit ſei⸗ nes Temperaments ohngeachtet, in einer ſteten Gleichheit, die wir um ſo mehr bewundern muͤſſen, weil ſie ſo ſehr erſchuͤttert ward. Verſchwenderiſch ausgeſtattet von der Natur mit allen ihren beſten und edelſten Gaben, waͤre er unter andern Umſtaͤn⸗ den vielleicht ein Held geworden von unerreichba⸗ rer Groͤße; unter denen, die ihn zuſammendruͤck⸗ ten, ward er nichts als ein gemeiner Raͤuber; die Natur ſchlen ihn zu einem Zaͤſar beſtimmt zu ha⸗ ben, das Schickſal warf ihn in die Klaſſe ver⸗ abſcheuungswuͤrdiger Banditen herab. Mit ſei⸗ nem großen fuͤhlenden Herzen, in welchem Raum fuͤr eine ganze Welt ſich fand, und mit den ſel⸗ tenſten Talenten, zum Erſchaffen, nicht zum Zer⸗ ſtdren gebildet, ſchien er beſtimmt zu ſeyn, das Gluͤck der Menſchen zu erſchaffen; aber das Schick⸗